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Auerbach, am 06.07.2010
Bürgerversammlung
i.A. Dr.
Dorothea Wolff
A.-Schweitzer-Str. 54
08209 Auerbach
Bundesministerin für Arbeit und Soziales
Frau Dr. Ursula von der Leyen
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Wilhelmstr. 49
11017 B E R L I N
Geplante Streichungen für Langzeitarbeitslose
Sehr geehrte Frau Bundesministerin von der Leyen,
der Presse haben wir entnommen, dass im
Rahmen der Sanierung des Bundeshaushaltes gerade bei der Bevölkerungsgruppe
Einsparungen vorgenommen werden sollen, die nur über das
Existenzminimum verfügen. Die Streichungen sollen das Elterngeld,
den Rentenversicherungsbeitrag und den befristeten Zuschlag
nach dem Bezug von Arbeitslosengeld I betreffen. Gegen diese Streichungen protestieren
wir ausdrücklich! Dass im Bundeshaushalt Kürzungen vorgenommen werden müssen, ist auch uns klar. Wir können
aber nicht verstehen, dass
Leistungen gerade bei den Bürgern gestrichen werden sollen,
die über das geringste Einkommen verfügen.
Wenn dann als Erläuterung für die
Streichung des Rentenbeitrags angegeben wird, dass die
derzeit gezahlten Beiträge schon jetzt zu gering sind und
sich durch diese Beiträge die Rente pro Jahr
Arbeitslosigkeit nur um 2,09 € erhöhe und für die
schlimmen Fälle ja die Grundsicherung bliebe (ND vom
17.06.2010), empfinden wir das als zynisch. Durch die
geplanten Streichungen würde die Kluft zwischen Armen und
Reichen in Deutschland weiter erhöht.
Wir fordern Sie deshalb dringend auf,
die obengenannten geplanten Streichungen nicht vorzunehmen!
Mit freundlichen Grüßen
die Besucher der Bürgerversammlung des Sozialforums Göltzschtal
Für die Richtigkeit:
Dr. Dorothea Wolff
Vorsitzende des Sprecherrates
des Sozialforums Göltzschtal
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